A-Wst, MHc-2063

Manuskript GM-0080
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt zwei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0080.

Datierung

Frühestens Jänner 1826 bis spätestens 2. März 1827 [!]

Datierungskommentar

In den Papiereigenschaften gleichen sich die beiden Bestandteile von GM-0080, was darauf hindeutet, dass alle 6 Blätter zusammengehörten. Vermutlich blieb das letzte Einzelblatt aber vorerst leer, wie entsprechende Skizzen (vgl. GM-0077_BT-a), die nur die ersten drei Lieder umfassen, nahelegen. So ist anzunehmen, dass Schubert D 877 Nr. 4 vielleicht erst auf Wunsch des Verlegers geschrieben hatte – jedenfalls spätestens vor der Drucklegung. Auf eine spätere Niederschrift deuten auch Unterschiede in der Notierungsweise hin (siehe Hilmar).

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält das Notat
  • D 877, Nr. 4
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-2063

Material

Umfang 1 Blatt
Beschreibung

1 Einzelblatt

Bindung

lose

Zustand

Das Blatt weist eine vertikale Faltspur auf.

Lagenstruktur

Wasserzeichen

Name III-7.Ba – Anton Kiesling & Sohn
Vorkommen Bl. 1

Papier

Blätter b/1
Format quer
Abmessungen 25 x 32 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25,2 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

bräunlich-grau

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r oben rechts Besitzvermerk von Anna Masius: „Manuskript von Fr. Schubert. | Anna Masius mp | Wien, Juny 1852.“

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen vom Diabelli-Verlag mit Rötel von 11–12 paginiert, womit sich die Paginierung aus GM-0080_BT-a fortsetzt.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte braun), Gesangstext (Tinte braun), Korrekturen (Tinte braun)
Anton Diabelli und Compagnie, Mitarbeiter:in Titel (Tinte schwarz), Stechereintragungen (Rötel), Blatt-/Seitenzählung (Rötel)
Masius, Anna Besitzvermerk(e) (Tinte schwarz)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-2063
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition 9. Mai 1908

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens Jänner 1826 bis spätestens Juni 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie Wien
Juni 1852 Im Besitz von Anna Masius Wien
Frühestens 1880 bis spätestens 9. Mai 1908 Im Besitz von Max Kalbeck Wien
8.–9. Mai 1908 Versteigert bei C. G. Boerner (Kat. 92, Nr. 151) Leipzig
Kommentar

Das unsignierte Einzelblatt wurde wahrscheinlich ebenso wie die weiteren Blätter (GM-0080_BT-a) von Anton Diabelli verkauft und gelangte so über teils unbekannte Stationen in die Wienbibliothek im Rathaus.

Notate

Klassifikation Autograph / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Jänner 1826 bis spätestens 2. März 1827 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer hastigen ersten Niederschrift mit einigen Korrekturen bzw. Durchstreichungen

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. b/1v notierte Schubert unter der letzten Notenzeile: „Fine“.

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r wurde oben mittig vom Diabelli-Verlag der Titel notiert: „N° 4: Lied der Mignon: (Nur wer die Sehnsucht kennt)“ [„Lied der Mignon“ wurde nachträglich eingefügt]. Da die Handschrift als Stichvorlage diente, sind im gesamten Manuskript Stechereintragungen mit Rötel zu finden.

Kommentar

Schubert verlängerte das unterste Notensystem auf Bl. b/1v aus Platzgründen händisch über das ursprüngliche Rastral hinaus.

Literatur

  • Deutsch-Verzeichnis² (1978), S. 552–554.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 3. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1985, S. 258–261.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 3/Teil a. Kassel: Bärenreiter 1982, S. XXIII–XXIV.

Zitation

A-Wst, MHc-2063 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0080_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0080], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Notizen

Es müssen noch Personen angelegt werden // Ich habe kein Anhaltspunkt, wann Kalbeck das Manuskript bekommen hätte können. Deswegen gebe ich bei ihm genauso die gesamte Spanne an, auch wenn er zum frühesten Datum erst 2 Jahre alt war. // Auktionskatalog noch recherchieren

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2023-02-14T16:32:00.337Z SG

Eintrag angelegt

2024-06-03T15:10:23.605Z SG

Zur Redaktion freigegeben

2024-07-02T10:41:43.154Z PG

korrigiert

2024-09-10T14:24:34.444Z SG

veröffentlicht