A-Wst, MHc-4

Manuskript GM-0136
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den ersten von insgesamt drei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0136.

Datierung

ca. 1819–1820 [!]

Datierungskommentar

Das Opernfragment enthält keine Datierungen. Otto Erich Deutsch datierte die Entstehung zwischen 1817 und 1819, Hilmar gibt mit 1819/20 eine etwas spätere Datierung an. Thomas A. Denny ermittelte anhand von Wasserzeichen und Handschriftencharakteristika für die Entstehungszeit die Eckdaten November 1819 bis Jänner 1820.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 137 [Nr. 1]
  • D 137 [Nr. 3]
  • D 137 [Nr. 4]
  • D 137 [D = 2. Bruchstück, Arie]
  • D 137 [Nr. 8]
  • D 137 [E = Entwurf, Chor]
  • D 137 [Nr. 5]
  • D 137 [Nr. 2]
  • D 137 [B = Entwurf, Chor]
  • D 137 [C = Entwurf, Rezitativ]
  • D 137 [A = Entwurf, Duett]
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-4

Material

Umfang 94 Blätter
Beschreibung

94 Blätter in 16 losen Faszikeln (12 + 6 + 2 + 4 + 4 + 10 + 8 + 8 + 8 + 4 + 4 + 4 + 2 + 8 + 8 + 2) = eingelegt in 2 ineinandergelegte Doppelblätter: 2 ineinandergelegte Doppelblätter mit 1 eingelegtem Einzelblatt + 1 Doppelblatt mit 1 eingelegtem Einzelblatt (Lage 1) + 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2) + 1 Doppelblatt (Lage 3) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 4) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 5) + 5 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 6) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 7) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 8) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 9) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 10) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 11) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 12) + 1 Doppelblatt (Lage 13) + eingelegt in 1 Doppelblatt: 1 Doppelblatt + 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 14) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 15) + 1 Doppelblatt (Lage 16)

ursprüngliche Bindung

lose Faszikel

Bindung

Die losen Lagen befinden sich heute in zwei Bibliotheksmappen (Bll. a/1–62 und Bll. a/63–94).

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Der Rastralspiegel variiert jeweils zwischen 25,5 cm x 19,5 cm und 26 cm x 19,7 cm. Die Bll. a/14v–15r, a/27v–28v, a/38v, a/62r–62v, a/66v sind leer.

Wasserzeichen

Name I-2.Bc – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 1–2, 11–12
Name I-2.Bd – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 3–4, 6–8, 10, 19–20, 85–86, 91–92
Name I-2.Aa – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 5, 9, 13, 18, 21–28, 31–32, 35–36, 39–46, 55–56, 61–62, 67–70, 87–90, 93–94
Name I-2.Ab – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 14–17
Name I-2.Bb – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 29–30, 33–34, 37–38, 47–48, 53–54, 71–74
Name I-2.Ba – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 49–52, 57–60, 63–66, 75–84

Papier

Blätter a/1–20, a/85–94
Format quer
Abmessungen 23,5 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

weißlich

Blätter a/21–84
Format quer
Abmessungen 23,5 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

gelblich

Eintragungen

Lagenzählung/Paginierung autograph

Wahrscheinlich von Schubert oben außen auf den Bll. a/67r–76v von 1–20 mit Bleistift paginiert.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen von fremder Hand auf den Bll. a/29r–38v ebenfalls von 1–20 mit Bleistift paginiert (unbekannt-0136-a). Zur Zeit dieser Paginierung folgte hierauf wohl der Manuskriptteil GM-0136_BT-b. Weiterhin durchgängig oben außen mit Bleistift und schwarzen Stempelzahlen foliiert (unbekannt-0136-b) sowie Lagenzählung mit Bleistift (unbekannt-0136-c).

Kommentar

Die ursprünglich vorgesehene Reihenfolge der einzelnen Nummern bleibt unklar, wobei etwa die „Introduction“ nicht zwangsläufig den Beginn der Oper markieren muss, sondern auch am Beginn eines späteren Aktes stehen kann.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun, Tinte braun, Bleistift), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun, Bleistift), Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-b Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-c, Mitarbeiter:in Lagenzählung (Bleistift)
unbekannt-0136-d Titel (Bleistift)
unbekannt-0136-e Sonstige (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-4
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis ca. 1881 Im Besitz von Eduard Schneider
ca. 1881 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Das Manuskript gelangte nach Ferdinand Schuberts Tod an Eduard Schneider. Zu Schneiders Nachlass gehört ein undatierter Zettel, auf dem er die in seinem Besitz befindlichen Sätze aus Adrast notiert hatte: „Adrast Oper v. Mayrhofer | Introd. And. molto Adrast u Chor d. Hirten | Duett Allo mod. Atys. u Arianys. | Aria Adrast (Modto) Tenor | Aria (Baß) Crösus, Andte molto | Aria Adrast (Andante) | Chor der Myser, u. Krösus | Instrumentalsatz (Emoll) | Crösus, Arianys | etc etc“. Demnach müssen alle Manuskriptbestandteile damals noch zusammen gewesen sein.

Notate

Notat-Differenzierung

Dieser Bestandteil der Oper Adrast umfasst sechs vollständig ausgeführte Nummern (Nr. 1–5 und 8) sowie drei Entwürfe (A–C) und zwei Entwurfsfragmente (D [2. Bruchstück] und E).

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit zahlreichen, auch großflächigeren Korrekturen mit Bleistift und Tinte sowie diversen Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/1r oben mittig: „Introduction“ [„Dank dir Göttin“].

autographe Einträge

Die Bll. a/8–10 wurden vermutlich nach dem ersten Entwurf in das Manuskript eingefügt, so dass die Notenschrift gegen Ende gedrängter erscheint. Auf Bl. a/10v ergänzte Schubert wohl deshalb jeweils Takte in allen Systemen durch Verlängerung der Notenlinien. Mit Bleistift fügte er auf den Bll. a/13v, a/14r, a/16v Stimmen hinzu.

Fremdeinträge

Auf Bl. a/1r oben mittig mit Bleistift: „Adrast. Oper von Mayrhofer.“ (unbekannt-0136-d)

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit diversen Korrekturen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/21r oben mittig: „Aria.“ [„War einer je der Sterblichen beglückt“]

Kommentar

Schubert scheint zuerst die Bassstimme notiert zu haben, wobei er eine hellere bräunliche Tinte verwendete.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit größeren Korrekturen und Ergänzungen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/29r oben mittig: „Chor“ [„Dem König Heil“].

autographe Einträge

Auf Bl. a/29r nahm Schubert einige größeren Änderungen und Korrekturen in den Stimmenbezeichnungen vor.

Fremdeinträge

Auf den Bll. a/29r–38r dynamische Zeichen mit Bleistift im Chorpart (unbekannt-0136-e).

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus eines flüchtigen ersten Entwurfs zu einer Arie, bei der nur die Singstimme durchgängig notiert ist. Bl. a/39 folgte als erstes Blatt der 7. Lage (Bll. a/39–54) vermutlich ursprünglich auf das letzte, heute nur noch aus einem Doppelblatt bestehende Faszikel (Bll. b/17–18) in GM-0136_BT-b.

Eintragungen

autographe Einträge

Schubert skizzierte auf wenigen Seiten ansatzweise Instrumentalstimmen sowie teils eine Bassstimme unter der Singstimme. Lediglich auf den Bll. a/44v–45r sind alle Stimmen ausgeschrieben.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit großflächigeren Korrekturen und Ergänzungen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/49r oben mittig: „Trauermarsch.“ [„Wie liegst du starr und bleich“]

autographe Einträge

Auf Bl. a/50v ergänzte Schubert einen Takt in allen Systemen der unteren Akkolade durch Verlängerung der Notenlinien.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Rudimentärer Entwurf des auf die Szene Nr. 8 folgenden Chors

Eintragungen

autographe Einträge

Schubert notierte ledigliche einige Stimmenbezeichnungen und eine Akkoladeklammer, die 12 Systeme umfasst.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit größeren Korrekturen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/63r oben mittig: „Aria“ [„Meine Seele, die dich liebt“].

Kommentar

Schubert scheint zuerst die Bassstimme notiert zu haben, wobei er eine hellere bräunliche Tinte verwendete.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit größeren Korrekturen mit Bleistift und Tinte

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/67r oben mittig: „Aria.“ [„Ein schlafend Kind“]

autographe Einträge

Schubert nahm größere Ausstreichungen auf den Bll. a/71v–72r sowie a/75v–76r vor, wobei er jeweils darüber bzw. darunter seine Änderungen ergänzte.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus eines flüchtigen, unvollständig gebliebenen Entwurfs

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/77r oben mittig: „Chor“.

autographe Einträge

Während Schubert auf den Bll. a/77r–77v noch alle Stimmen ausschrieb, skizzierte er auf den Folgeseiten nur die Chorstimme, die gegen Ende untextiert blieb.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus eines flüchtigen, unvollständig gebliebenen Entwurfs

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/82r oben links: „Recit.“

Kommentar

Die Singstimmen sind bis auf T. 3 untextiert.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus eines flüchtigen, unvollständig gebliebenen Entwurfs

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/85r oben links: „Duett.“

autographe Einträge

Obwohl Stimmenbezeichnungen vor den Akkoladeklammern angelegt sind, schrieb Schubert durchgängig nur die Gesangsstimmen aus. Instrumentalstimmen skizzierte er ansatzweise auf den Bll. a/85r–89v.

Literatur

  • Aschauer, Mario: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 12. Adrast. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2011, S. 14–16.
  • Aschauer, Mario: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 12. Adrast. Kassel: Bärenreiter 2010, S. IX–XVI, 207–217.

Zitation

A-Wst, MHc-4 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0136_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0136], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung

2026-06-01T23:10:57.954Z HR

veröffentlicht