US-NYp, JOE 73-6

Manuskript GM-0152
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt drei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0152.

Datierung

Dezember 1816

Datierungskommentar

autographe Datierungen

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 507
  • D 509, 1. Fassung (T. 1–18)
Vorschau Digitalisat

US-NYp, JOE 73-6

Material

Umfang 1 Blatt
Beschreibung

1 Einzelblatt

ursprüngliche Bindung

lose

Bindung

in ein Passpartout eingeklebt

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Anlässlich des Verkaufs bei dem Bonner Antiquariat Friedrich Cohen 1894 erstellte Eusebius Mandyczewski ein Gutachten, das der Handschrift beiliegt: „Bemerkungen zu Schuberts Autograph der Lieder ‚Skolie‘ und ‚Leiden der Trennung‘. Dieses Autograph ist die erste Niederschrift dieser Lieder. Das Lied ‚Leiden der Trennung‘ hat Schubert in demselben Monat, wahrscheinlich an demselben Tage, noch einmal niedergeschrieben, und zwar, wie er selbst auf dem Autograph (das sich jetzt im Musikvereinsarchiv in Wien befindet) notiert: ‚in der Wohnung des Herrn von Schober‘. Dabei hat er den C Takt in ¢ verwandelt und als Tempo ‚Etwas langsam‘ gesetzt. Vom 15. Takt an hat er auch die Musik geändert. Dieses ergibt sich aber nur aus der gleichzeitigen Abschrift in der Witteczek’schen Sammlung, da das Autograph im Archiv auch unvollständig ist und nur die ersten acht Takte enthält. Wien 26. 3. 94. Mandyczewski.“

Papier

Blätter b/1
Format quer
Abmessungen 23 x 30 cm
Rastralspiegel/TS 18,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

rundum

Papierqualität

mitteldünn

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. b/1r oben rechts mit schwarzbrauner Tinte Ferdinand Schuberts Zählung „73b“ sowie oben links mit Bleistift die Angabe „G G“ (unbekannt-0152-c). Der darüber platzierte Spina-Stempel ist in Folge des Beschnitts nur noch teilweise zu sehen. Auf Bl. b/1r unten rechts mit Bleistift die Zahl „2“ [ursprünglich wohl „27“] (unbekannt-0152-d).

Auf Bl. b/1v oben links mit Rötel Anton Diabellis Zählung „122“. Oben rechts mit Bleistift die Zahl „1905“, die sich auf die Versteigerung bei List & Francke bezieht.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun), Datierung (und/oder Signatur) (Bleistift)
Schubert, Ferdinand Manuskriptnummerierung (Tinte schwarzbraun)
Anton Diabelli und Compagnie Manuskriptnummerierung (Rötel)
List und Francke Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0152-c Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0152-d Sonstige (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution New York Public Library (US-NYp), New York
Signatur JOE 73-6
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 30. Dezember 1966

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis November 1856 Im Besitz von Ferdinand Schubert
November 1856 bis spätestens 18. Oktober 1869 Im Besitz von Ignaz Assmayr
Frühestens 1857 bis spätestens 18. Oktober 1869 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] [?] Wien
18. Oktober 1869 Versteigert bei List und Francke (Auktionskat., Nr. 1905) Leipzig
3. Dezember 1888 Im Angebot bei J. A. Stargardt, Autographenhandlung (Auktionskat., Nr. 2309) Berlin
Mindestens 1890 bis 1894 Alexander Posonyi Wien
1894 Verkauft von Antiquariat Friedrich Cohen (Lagerkat. 98, Nr. 1196) Bonn
Frühestens 1894 bis 12. März 1931 Im Besitz von Lizzie Plummer Bliss
Frühestens März 1931 bis spätestens 30. Dezember 1966 Im Besitz von Christian Archibald Herter
Kommentar

Die Geschichte dieses Manuskriptteils ist durch zahlreiche Stationen gekennzeichnet, wobei einige Informationen unklar bzw. unsicher bleiben. Die Diabelli-Zählung zu D 509 verweist darauf, dass das Lied gedruckt werden sollte. Das Blatt scheint dann aber bei Ferdinand Schubert verblieben zu sein, der es an Ignaz Assmayr weitergab. Der heute kaum noch zu erkennende Spina-Stempel lässt vermuten, dass sich das Manuskript zumindest für kurze Zeit bei Carl Anton Spina befand.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Dezember 1816

Datierungskommentar

autographe Datierung

Weitere Nummerierung(en)
  • Ferdinand 73b
Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit nur wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1r oben mittig: „Skolie.“

autographe Einträge

Auf Bl. b/1r oben rechts datiert und signiert: „Dec. 1816 | Frz. Schubert mpia“.

Der Singstimme ist die 1. Strophe des Textes unterlegt, die 2. Strophe folgt separat am Ende des Liedes mit Angabe des Textdichters: „Matthisson.“

Datierungsangaben

Datum Position Text
Dezember 1816 Bl. b/1r oben rechts

„Dec. 1816 | Frz. Schubert mpia“

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / unvollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Dezember 1816

Datierungskommentar

autographe Datierung

Weitere Nummerierung(en)
  • Diabelli 122
Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen ersten Niederschrift

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1v oben mittig: „Leiden der Trennung. Metastasio.“

autographe Einträge

Auf Bl. b/1v oben rechts datiert und signiert: „Dec. 1816 | Schubert“.

Datierungsangaben

Datum Position Text
Dezember 1816 Bl. b/1v oben rechts

„Dec. 1816 | Schubert“

Literatur

  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 11. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2005, S. 95–96, 103–104.
  • Dürr, Walther: Neue Schubert-Ausgabe. Serie IV: Lieder. Band 11. Kassel: Bärenreiter 1999, S. XX–XXI.

Zitation

US-NYp, JOE 73-6 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0152_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0152], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung