A-Wst, MHc-15803

Manuskript GM-0160
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

Februar 1821

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 714, ungekürzte Fassung
  • D 714, gekürzte Fassung
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-15803

Material

Umfang 10 Blätter
Beschreibung

4 ineinandergelegte Doppelblätter + 1 Doppelblatt

Bindung

lose

Zustand

Die Bll. 1r und 10v sind stark nachgedunkelt, Bl. 10 hat ein Brandloch mit Verfärbungen auf den Bll. 8v, 9r, 9v. Das Manuskript weist mittig eine vertikale Knickspur auf.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Blattmaße variieren zwischen 29,5–29,8 cm x 23,8–24 cm, die Breite des Rastralspiegels zwischen 25–25,2 cm. Bl. 10v ist leer.

Wasserzeichen

Name II-6.Bc – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–8
Name II-6.Bb – Kiesling
Vorkommen Bll. 9–10

Papier

Blätter 1–10
Format quer
Abmessungen 23,8 x 29,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

gelblich bis bräunlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r oben rechts, unterhalb von Schuberts Signatur, mit schwarzbrauner Tinte Ferdinand Schuberts charakteristische Zählung „142“.

Auf Bl. 1r am linken Rand, vertikal zur Akkolade, mit brauner Tinte von Carl Anton Spina: „Eigenthum der Verlagshandlung | C. A. Spina“ sowie unten links: „Hochformat Partitur Stimmen | ausgestochen 16 Platten [Zahl korrigiert]“, rechts davon die Zahl „26.“ Unten mittig die Stichplattennummer „16509“ [5 korr. aus 4], darüber die Zahl „36“, unten rechts die Angabe: „Herr Eglmeyer f 2.-“.

Auf Bl. 10v oben rechts erneut die Verlagsnummer mit Bleistift: „16509“ (unbekannt-160-a).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen moderne bibliothekarische Paginierung von 3–19 mit Bleistift auf den Recto-Seiten, beginnend auf Bl. 2r.

Verlagsnummer(n) 16509
Kommentar

Im Jahr 1857 fand der Leiter des Wiener Männergesang-Vereins Johann von Herbeck das Manuskript im Archiv von Diabellis Nachfolger Carl Anton Spina und veranlasste den Druck, wobei die Handschrift als Stichvorlage für die Erstausgabe bei C. A. Spina im Jahr 1858 diente (siehe auch die Stechereintragungen).

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte dunkelbraun), Gesangstext (Tinte dunkelbraun), Titel (Tinte dunkelbraun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte dunkelbraun), Korrekturen (Tinte dunkelbraun, Tinte braun), Revision (Bleistift, Rötel)
Schubert, Ferdinand Manuskriptnummerierung (Tinte schwarzbraun)
Wienbibliothek im Rathaus Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
Spina, Carl Anton Besitzvermerk(e) (Tinte braun), Hinweis(e) (Tinte braun), Manuskriptnummerierung (Tinte braun), Sonstige (Tinte braun)
unbekannt-160-a Sonstige (Bleistift)
unbekannt-160-b Stechereintragungen (Bleistift)
unbekannt-160-c Revision (Rötel)
unbekannt-160-d Sonstige (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-15803
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition 17. Juni 1992

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens 19. November 1828 bis spätestens ca. 1830 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Mindestens ca. 1830 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie Wien
ca. 1852 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] Wien
ca. 1872 bis ca. 1876 Im Besitz von Friedrich Schreiber [Verlag] Wien
ca. 1876 bis ca. 1945 Im Besitz von August Cranz [Verlag] Wien
ca. 1945 bis mindestens 1948 Im Besitz von Alwin Henry Cranz
Frühestens 1948 bis 10./11. Mai 1991 Im Besitz von Herbert Albrecht Rheinfelden
10.–11. Mai 1991 Versteigert bei J. A. Stargardt, Autographenhandlung (Kat. 65 bzw. 650, Nr. 219, mit Erasmushaus, Basel) Marburg
11. Mai 1991 bis 17. Juni 1992 Im Besitz von Hans Peter Wertitsch Wien
Kommentar

Das Manuskript gelangte über die Nachfolgeverlage von Anton Diabelli in den Besitz von Alwin Henry Cranz, spätestens anlässlich der Teilung des Nachlasses zwischen Alwin Henry Cranz (Wien) und William Albert Cranz (Brüssel) im Jahr 1945/46. Zu einem unbekannten Zeitpunkt kam es dann in die Sammlung von Herbert Albrecht.

Notate

Notat-Differenzierung

Die Handschrift weist großflächige Kürzungen und zahlreiche Revisionen mit Rötel, etwas hellerer Tinte sowie Rasuren auf. Hieraus ergibt sich eine gekürzte Fassung, die als zweites Notat erfasst wurde.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Stichvorlage / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Februar 1821

Datierungskommentar

autographe Datierung

Weitere Nummerierung(en)
  • Ferdinand 142
Beschreibung

Reinschrift der ungekürzten Fassung (173 Takte) mit gelegentlichen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „Gesang der Geister über den Wassern | Göthe.“

autographe Einträge

Auf Bl. 1r oben rechts datiert und signiert: „Febr. 1821 Frz. Schubert mpia“.

Auf Bl. 10v am Ende nach dem Schlussstrich: „Fine“.

Fremdeinträge

Sticheinteilung für den Partiturdruck mit Bleistift im gesamten Manuskript (unbekannt-160-b): zum einen die Seitenzahlen durch entsprechende Ziffern (3–19), zum anderen die Akkoladeneinteilung durch Striche (einen für die jeweils 1. Akkolade, zwei – häufig samt der Zahl „2“ – für die 2. Akkolade auf der jeweiligen Seite).

Die mit Bleistift geschriebenen kleinen Ziffern unterhalb der Akkoladen (1–52) entsprechen dem Seitenfall der Abschrift von Witteczek-Spaun (unbekannt-160-d).

Datierungsangaben

Datum Position Text
Februar 1821 Bl. 1r oben rechts

„Febr. 1821 Frz. Schubert mpia“

Klassifikation Teilautograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Februar 1821

Datierungskommentar

Der Zeitpunkt und die Motivation der Revision sind unbekannt.

Weitere Nummerierung(en)
  • Ferdinand 142
Beschreibung

Die gekürzte Fassung (112 Takte) entspricht der Revision mit Rötel. Die Modifikationen an den Anschlussstellen mit Rötel, Tinte oder per Rasur sowie die diversen Vide-Vermerke sind autograph und stammen von Franz Schubert. So ist nicht auszuschließen, dass auch die Streichungen auf ihn zurückgehen.

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „Gesang der Geister über den Wassern | Göthe.“

autographe Einträge

Auf Bl. 1r oben rechts datiert und signiert: „Febr. 1821 Frz. Schubert mpia“.

Auf Bl. 10v am Ende nach dem Schlussstrich: „Fine“.

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r kennzeichnet ein Bleistifteintrag über T. 7 den Beginn der gekürzten Fassung: „Anfang“ (unbekannt-160-e). T. 1–6 sind dementsprechend mit Rötel durchgestrichen (unbekannt-160-c). Im Abgleich mit der ungekürzten Fassung ist die Revision durch Streichungen mit Rötel etwa um ein Drittel reduziert.

Datierungsangaben

Datum Position Text
Februar 1821 Bl. 1r oben rechts

„Febr. 1821 Frz. Schubert mpia“

Literatur

  • Papadopoulou, Vasiliki und Kube, Michael: Neue Schubert-Ausgabe. Serie III: Mehrstimmige Gesänge. Band 1. Mehrstimmige Gesänge mit Orchesterbegleitung. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2025, S. 48–51.
  • Papadopoulou, Vasiliki und Kube, Michael: Neue Schubert-Ausgabe. Serie III: Mehrstimmige Gesänge. Band 1. Mehrstimmige Gesänge mit Orchesterbegleitung. Kassel: Bärenreiter 2024, S. XVI–XIX, 245–255.

Zitation

A-Wst, MHc-15803 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0160_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0160], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung