A-Wst, MHc-2032

Manuskript GM-0179
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

Frühestens Mai 1814 bis 22. October 1814 [!]

Datierungskommentar

Die Datierung der 2. Fassung der Oper ergibt sich aus der Fertigstellung der 1. Fassung (vgl. GM-0176_BT-c) sowie aus der autographen Datierung zum Ende des 3. Aktes der 2. Fassung (GM-0180_BT-a).

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 84, 2. Fassung, Ouvertüre
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 1
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 2
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 3
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 4
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 5
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 6
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 7
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 8
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 9
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 10
  • D 84, 2. Fassung, 1. Akt, Nr. 11
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-2032

Material

Umfang 131 Blätter
Beschreibung

4+4+4+2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1–4 bzw. 4A) + 3 ineinandergelegte Doppelblätter mit 2 eingelegten Einzelblättern (Lage 5 bzw. 4B) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 6 bzw. 5) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter mit 1 hinter dem vierten Doppelblatt eingefügten Einzelblatt Bl. 50 (Lage 7 bzw. 6) + 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 8 bzw. 7) + 2 ineinandergelegte Doppelblätter mit 1 darin separat eingelegten Einzelblatt und 1 Doppelblatt (Lage 9 bzw. 8) + 4+4+4+2+4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 10–15 bzw. 9–14) + 1 Einzelblatt und 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 16 bzw. 15) + 4+2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 17–18 bzw. 16–17). Schubert zählte nicht 18, sondern 17 Lagen (die Lagen 4 und 5 zählte er als 4A und 4B).

Bindung

Der Titelaufschrift mit brauner Tinte zufolge veranlasste Hüttenbrenner den Einband mit rot-braun-marmoriertem Papier (ohne Vor- oder Nachsatzblätter): „Des Teufels Lustschloß Zauberoper | von | Franz Schubert. | Ins Eigenthum gekauft von | Joseph Hüttenbrenner mpia | k.k. Hofrgster“. Dem Manuskript liegt bzw. lag zudem ein Kuvert mit folgender Aufschrift bei: „Im Umschlag eigh. bleistiftgeschr. Szenarium von [Josef Hüttenbrenner]. | Inventarisiert unter H.I.N. 204.325.“

Zustand

Das Papier im Band weist einige teils größere Flecken und Verschmutzungen auf.

Lagenstruktur

1. Akt

3. Akt

Strukturelle Besonderheiten

Da die Bestandteile GM-0179_BT-a und GM-0180_BT-a unter einer Signatur verwahrt werden, zeigt die Lagengrafik alle zur Signatur gehörigen Manuskripte (1. und 3. Akt).

Die Bll. 50v, 67v, 83r, 83v und 130v (1. Akt) sind leer.

Manipulationen (autograph)

Schubert klebte in Lage 7 bzw. in Lage 6 (seiner Zählung), die ursprünglich aus 4 ineinandergelegten Doppelblättern bestand, hinter dem vierten Doppelblatt ein Einzelblatt ein, das als Bl. 50 gezählt wird. Das hinter dem Einzelblatt liegende Blatt, bei dem es sich um die zu Bl. 47 gehörige Doppelblatthälfte handelt, wird als Bl. 50a gezählt.

Wasserzeichen

Name II-5.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–2, 7–10, 15–18, 23–24, 45–46, 51–52, 76–77, 82–83, 86–89, 92–95, 104–111, 114–117, 119–130 (Akt 1)
Name II-5.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 3–6, 19–22, 29–44, 47–50, 53–75, 78–81, 84–85, 90–91, 96–103, 112–113, 118 (Akt 1), 50 (a_Akt 1)
Name II-5.Bb – Kiesling
Vorkommen Bll. 11–14, 25–28 (Akt 1)
Name II-1
Vorkommen Bll. 1–2 (Akt 3)
Name II-1.Ac – Kiesling
Vorkommen Bll. 3–4, 9–10, 89–96 (Akt 3)
Name II-1.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 5–8, 21–24, 27–34, 51–54 (Akt 3)
Name II-1.Ab – Kiesling
Vorkommen Bll. 11–20, 25–26, 35–43, 45–46, 48–50, 55–56 (Akt 3)
Name II-1.A – Kiesling
Vorkommen Bll. 44, 47 (Akt 3)
Name II-1.Bb – Kiesling
Vorkommen Bll. 57–58, 63–74, 79–80 (Akt 3)
Name II-2.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 59–62, 75–78, 81–82, 87–88 (Akt 3)
Name II-1.Ad – Kiesling
Vorkommen Bll. 83–86 (Akt 3)
Name XV-1.Aa – Uffenheimer
Vorkommen Bll. 97–100 (Akt 3)

Papier

Blätter 1–131
Format quer
Abmessungen 23,6 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25,3 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

dick, fest

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Titelblatt/Umschlag

Auf Bl. 1r mittig von Schubert mit brauner und schwarzbrauner Tinte: „Des Teufels Lustschloss. | Eine natürliche Zauber-Oper in 3 Aufzügen. | Von Kotzebue. | I. Act. | Die Musick ist von“, dann unten rechts: „Franz Schubert mpia. | Schüler des Herrn Salieri, | ersten k.k. Hofkapell- | meister[„s“ ausrasiert] in Wien.“ Auf Bl. 1r unten links von Hüttenbrenner mit brauner Tinte: „Diese drey aktige Oper | Vom Tonsetzer ins Eigenthum gekauft. | [Siegel Joseph Hüttenbrenners] Joseph Hüttenbrenner mpia | kais. kön. Hofkanzley Registrant.“ Unten mittig sind die Überreste der Rasur eines dreizeiligen Tinteneintrags zu erkennen.

Fremdeinträge

Im gesamten Manuskript finden sich unterhalb des Notentextes mit Bleistift winzige Zahleneinträge, wohl zur Taktzählung, die auch in D 190 auftauchen (unbekannt-0172-b, vgl. GM-0172_BT-a).

Lagenzählung/Paginierung autograph

Ab Bl. 1r oben außen Schuberts Lagenzählung mit brauner Tinte von 1–17, wobei er die Lagen 4 und 5 als „4.A.“ und „4B.“ bezeichnete. Das „A.“ fügte er offenbar nachträglich hinzu.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen mit Bleistift von 1–130, zuzüglich Bl. „50a“, foliiert (unbekannt-0179-a).

Kommentar

Das Manuskript schrieb Schubert mit unterschiedlichen Tinten, so unterscheidet sich etwa die Niederschrift der Ouvertüre deutlich von der Introduktion, die auch mit feinerer Feder notiert wurde.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte braun, Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte braun, Tinte schwarzbraun), Lagenzählung (Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun)
Hüttenbrenner, Josef Titel (Tinte braun), Besitzvermerk(e) (Tinte braun)
unbekannt-0172-b Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0179-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0179-b Hinweis(e) (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-2032
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 1882

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Mindestens 1828 bis spätestens 1882 Im Besitz von Josef Hüttenbrenner
Kommentar

Während sich das Manuskript mit Sicherheit im Besitz von Josef Hüttenbrenner befunden hat, bleiben weitere Stationen in der Provenienz unklar.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit wenigen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1v oben mittig: „Ouverture.“

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 29r oben links: „Erste Scene. No I.“ [Introduktion „Hülfe! Hülf’, hier ist Gefahr!“]

autographe Einträge

Auf Bl. 29r unten längere mit derselben Tinte wie Noten und Gesangstext geschriebene Szenenanweisung.

Auf Bl. 44v strich Schubert einen Takt in allen Systemen großflächig aus.

Fremdeinträge

Ab Bl. 29v wurden mit Bleistift verschiedentlich Stimmbezeichnungen vor der Akkolade eingetragen (unbekannt-0179-b).

Kommentar

Auf Bl. 50r, dem vor Bl. 50a eingeklebten Einzelblatt, schrieb Schubert, vermutlich zur Behebung von Kopierfehlern in den Geigenstimmen, eine korrigierte 2. Version (9 T.) des Schlusses von Nr. 1. Auf Bl. 50ar hatte er zuvor die 1. Version dieser 9 Takte notiert, die er allerdings nicht ungültig machte. Für den letzten Takt verlängerte Schubert auf Bl. 50ar die Notenlinien in allen Systemen über das Rastral hinaus.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 50av oben links: „No II.“ [Lied „Was kümmert mich ein sumpfig Land“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 53v oben links: „No III.“ und oben mittig „Duetto.“ [„Ja morgen, wenn die Sonne sinkt“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 58v oben links: „No IV.“ [Arie „Wohin zwei Liebende sich retten“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 62r oben links: „No V.“ [Quartett „Kaum hundert Schritt von dieser Schenke“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit wenigen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 68r oben links: „No VI.“ [Terzett „Fort! will ich fort!“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 78v oben links: „No VII.“ [durchgestrichener Entwurf]

Auf Bl. 79v oben links: „No VII.“ [Arie „Welcher Frevel! So sind die Menschen“]

Kommentar

Auf den Bll. 78v–79r schrieb Schubert einen Entwurf der 2. Fassung der Arie Nr. 7 (T. 1–32), den er später mehrfach mit Tinte durchstrich. Er änderte darin die Taktart zu einem 2/4-Takt, was ihm dann offenbar nicht zusagte. Die Arie steht im zweiten Anlauf (Bll. 79v–82v) wieder im 6/8-Takt.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 84r oben links: „No VIII.“ [Arie „Gesundheit ist mit Mut verschwistert“]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 87r oben links: „No IX.“ [Duett „Herr Ritter, zu Hülfe“]

Kommentar

Schubert setzte die Akkolade, die ursprünglich acht Systeme umfassen sollte, auf Bl. 87r ganz oben an, strich sie dann aber wieder aus.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Frühestens Mai 1814 bis spätestens 3. September 1814 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift ohne Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 98r oben links: „No X.“, oben mittig: „Trauermusik.“ [„Hört ihr, Herr Ritter“ ist das Incipit des dazugehörigen Sprechtexts, den Schubert jedoch nicht im Manuskript notierte.]

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

3. September 1814

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Reinschrift mit diversen Korrekturen, Rasuren und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 98v oben links: „No XI.“ [Finale „Ach! nun ist der Teufel los!“]

autographe Einträge

Auf Bl. 130r hinter dem Schlussstrich mittig: „Ende des 1ten Aktes.“ sowie unten rechts datiert: „Den 3. September 814.“

Auf Bl. 103v strich Schubert einen Takt in allen Systemen großflächig aus. Auf Bl. 117r verlängerte er die Notenlinien der unteren Akkolade um einen Takt über das Rastral hinaus.

Kommentar

Auffällig sind die diversen Szenenanweisungen, die Schubert – teils zwischen, teils auf oder über die Notenlinien hinaus – in den Notentext hineinschrieb.

Datierungsangaben

Datum Position Text
3. September 1814 Bl. 130r unten rechts

„Den 3. September 814.“

Literatur

  • Martin, Christine, Litschauer, Walburga und Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1. Des Teufels Lustschloß. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2003, S. 32–41.
  • Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1/Teil a. Des Teufels Lustschloß. Erste Fassung. Kassel: Bärenreiter 1989, S. IX–XIV.
  • Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1/Teil b. Des Teufels Lustschloß. Zweite Fassung. Kassel: Bärenreiter 1990, S. 801–810, 817.

Zitation

A-Wst, MHc-2032 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0179_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0179], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

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Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

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