A-Wst, MHc-11802

Manuskript GM-0181
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

ca. September/Oktober 1814 [!]

Datierungskommentar

Die ungefähre Datierung der Handschrift ergibt sich aus den autographen Datierungen im 1. und 3. Akt der 2. Fassung der Oper (vgl. GM-0179_BT-a und GM-0180_BT-a).

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 84, 2. Fassung, 2. Akt, Nr. 13, Fragment
  • D 84, 2. Fassung, 2. Akt, Nr. 14, Entwurf
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-11802

Material

Umfang 7 Blätter
Beschreibung

3 ineinandergelegte Doppelblätter mit einem hinter Bl. 5 eingefügten Einzelblatt

ursprüngliche Bindung

geheftet

Bindung

lose

Zustand

Aus Bl. 5 wurde die obere rechte Ecke ausgeschnitten.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Bl. 6 war ursprünglich auf Bl. 5v aufgeheftet. Bl. 6v ist leer.

Wasserzeichen

Name II-5.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–5, 7
Name II-5.Ba – Kiesling
Vorkommen Bl. 6

Papier

Blätter 1–7
Format quer
Abmessungen 23,2 x 31,7 cm
Rastralspiegel/TS 19,3 x 25,6 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen mit Bleistift von 1–6, zuzüglich Bl. „5a“ für das Einzelblatt, foliiert (unbekannt-0181-a).

Kommentar

Die Notate dieses Manuskripts zeigen gegenüber den entsprechenden Nummern (Nr. 13 und Nr. 14) in der 1. Fassung der Oper starke Abweichungen, so dass sie einer 2. Fassung zuzuordnen sind. Zusätzlich stützen das 16zeilig rastrierte Notenpapier sowie die Wasserzeichen, die auch im 1. Akt der 2. Opernfassung nachweisbar sind, diese Annahme. Heftungsspuren lassen darauf schließen, dass die Handschrift ursprünglich Teil eines umfangreicheren Manuskripts gewesen ist.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte braun, Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte braun), Titel (Tinte braun), Hinweis(e) (Tinte braun)
unbekannt-0181-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-11802
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 16. April 1918

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert [?]
Frühestens 26. Februar 1859 bis 14. Juni 1889 Im Besitz von Eduard Schneider [?]
Frühestens 14. Juni 1889 bis 16. April 1918 Im Besitz von Theresia Krasser
Kommentar

Das Manuskript gelangte wohl im Erbe von Eduard Schneider an dessen Schwester Theresia Krasser, eine Nichte Franz Schuberts. Ob und wie lange es sich nach Krassers Tod noch im Besitz der Familie befand, ist unklar.

Notate

Notat-Differenzierung

Die Handschrift enthält ein Fragment der Arie Nr. 13 und einen Entwurf von Nr. 14 (Melodram und Marsch) aus dem 2. Akt der Oper Des Teufels Lustschloss. Möglicherweise handelt es sich um Vorarbeiten oder Teile aus dem verschollenen bzw. nicht überlieferten 2. Akt aus der 2. Fassung der Oper (vgl. GM-0179_BT-a und GM-0180_BT-a).

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

ca. September/Oktober 1814 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen, größeren Ausstreichungen und Rasuren

Eintragungen

Kommentar

Schubert führte einige größere Korrekturen offenbar nachträglich mit dunklerer Tinte aus.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
  • Bl. 5v: D 84: Des Teufels Lustschloß, 2. Fassung, 2. Akt, Nr. 14, Entwurf
  • Bl. 6r: D 84, 2. Fassung, 2. Akt, Nr. 14, Entwurf
  • Bl. 6v: leer
  • Bl. 7r–7v: D 84, 2. Fassung, 2. Akt, Nr. 14, Marsch (T. 1–11)
Datierung

ca. September/Oktober 1814 [!]

Datierungskommentar

ohne Datum

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit wenigen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 7r oben links: „Marcia“.

autographe Einträge

Auf Bl. 5v notierte Schubert oben mittig die Szenenanweisung: „Man hört in der Ferne eine sanfte freundliche Musik.“ Auf Bl. 6r [„5a“] schrieb er denselben Text in leicht verkürzter Form: „Man hört in der Ferne eine sanfte Musik.“

Kommentar

Bei den 26 Takten auf Bl. 6r handelt es sich um eine Abschrift von Bl. 5v, die Schubert offenbar wegen Transpositionsfehlern in den Klarinettenstimmen erstellt hatte. Die neue Fassung auf dem Einzelblatt Bl. 6, das heute wieder lose vorliegt, heftete er dann auf Bl. 5 auf. Der Marsch auf den Bll. 7r–7v bricht nach 11 Takten ab.

Literatur

  • Martin, Christine, Litschauer, Walburga und Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1. Des Teufels Lustschloß. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2003, S. 49–50.
  • Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1/Teil a. Des Teufels Lustschloß. Erste Fassung. Kassel: Bärenreiter 1989, S. IX–XIV.
  • Hertin-Loeser, Uta: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 1/Teil b. Des Teufels Lustschloß. Zweite Fassung. Kassel: Bärenreiter 1990, S. 817–818.

Zitation

A-Wst, MHc-11802 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0181_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0181], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung