A-Wst, MHc-119

Manuskript GM-0187
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

26. Juni 1812

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 26, 1. Fassung
  • D 26, 2. Fassung
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MHc-119

Material

Umfang 26 Blätter
Beschreibung

1 umfassendes Doppelblatt, darin eingelegt: 2 einzelne Doppelblätter + 1 eingeheftetes Einzelblatt (Bl. 6) + 8 einzelne Doppelblätter + 1 angeklebtes Einzelblatt (Bl. 24) + 2 eingeklebte, vernähte Einlageblätter (Bll. 3a, 17a)

Bindung

Die Bll. 1–23 sind geheftet und, einschließlich der Bll. 3a und 17a, zusätzlich miteinander vernäht.

Zustand

Bl. 1v ist durch mehrere verwischte Tintenflecke verunreinigt.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Breite des Papiers variiert zwischen 22,0–22,7 cm.

Während Bl. 6 bereits in der 1. Fassung eingeheftet war, wurden die beiden Einlageblätter (Bll. 3a und 17a) nachträglich für die 2. Fassung eingeklebt. Das als Bl. 24 gezählte Einzelblatt umfasst den nachträglich erweiterten Schluss der 2. Fassung und wurde an die Außenkante von Bl. 23r angeklebt. Die unterschiedlichen Papiersorten spiegeln zusätzlich die beiden chronologisch auseinanderliegenden Fassungen des Werkes.

Manipulationen (autograph)

Schubert inkludierte nachträglich Bl. 3a mit 4 Systemen (ein unten angesetzter Papierstreifen, der etwa einem Drittel der Seitenhöhe des Gesamtmanuskripts entspricht) und Bl. 17a mit 6 Systemen (etwas breiter als die Hälfte der Seitenhöhe).

Wasserzeichen

Name VIII-1.Ba – EGA
Vorkommen Bll. 1, 6, 13–16, 21–23
Name II-2.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 2–3
Name II-4.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 3, 17 (a)
Name II-2.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 4–5
Name VIII-1.Aa – EGA
Vorkommen Bll. 7–12
Name VI-1.Ba – VF (Fedrigoni di Verona)
Vorkommen Bll. 17–20
Name VII-1.Ba – VG (Valentino Galvani)
Vorkommen Bl. 24

Papier

Blätter 1, 6–16, 21–23
Format quer
Abmessungen 22 x 31,4 cm
Rastralspiegel/TS 18,4 x 25,3 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

rundum

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

hellocker-gelblich

Blätter 2–5
Format quer
Abmessungen 22 x 31,4 cm
Rastralspiegel/TS 18,4 x 25,3 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

rundum

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

dunkelocker-bräunlich

Blätter 24
Format quer
Abmessungen 22 x 31,4 cm
Rastralspiegel/TS 18,4 x 24 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

hellocker-gelblich

Blätter 17–20
Format quer
Abmessungen 22 x 31,4 cm
Rastralspiegel/TS 18,4 x 24 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

rundum

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

hellocker-gelblich

Eintragungen

Titelblatt/Umschlag

Auf Bl. 1r mittig von Schubert: „Ouverture.“ Bl. 1v ist leer.

Lagenzählung/Paginierung autograph

Schubert zählte die beiden ersten Lagen oben rechts mit brauner Tinte als „1.“ und „2.“ (Bll. 2r und 4r). Ältere Lagenbezeichnungen weisen auf eine ursprünglich andere Verwendung der jeweiligen Doppelblätter hin: „32.“ (Bl. 2r), „30“ (Bl. 4r, beschnitten), „9“ (Bl. 17r, beschnitten) und „11“ (Bl. 21r, beschnitten). Die hohen Zahlen in der Lagenbezeichnung lassen vermuten, dass die Blätter ursprünglich zu einem größeren Manuskript gehörten, möglicherweise zu Der Spiegelritter D 11 (vgl. GM-0186_BT-b und GM-0095_BT-a).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen durchgehend von 1–24 (inkl. 3a und 17a) mit Lilastift bzw. Bleistift foliiert (unbekannt-0187-a). Bl. 24 wurde zunächst fälschlicherweise als 23 gezählt, was dann korrigiert wurde.

Kommentar

Für die Niederschrift verwendete Schubert Federn verschiedener Dicke und unterschiedliche Tintenfarben (braun, schwarzbraun bis schwarz, teils sehr blass, fast grau). Im Manuskript finden sich zudem verschiedene Taktzählungen mit Bleistift von mindestens zwei Schreibern (unbekannt-0187-b; unbekannt-0187-c).

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarz, Tinte schwarzbraun, Tinte braun), Titel (Tinte braun), Lagenzählung (Tinte braun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarz, Tinte schwarzbraun, Bleistift), Revision (Tinte schwarzbraun, Bleistift)
Salieri, Antonio Revision (Bleistift)
Doppler, Josef Sonstige (Tinte braun)
unbekannt-0187-a Blatt-/Seitenzählung (Lilastift, Bleistift)
unbekannt-0187-b Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0187-c Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0187-d Hinweis(e) (Tinte braun)
unbekannt-0187-e Sonstige (Tinte schwarz)
unbekannt-0187-f Hinweis(e) (Bleistift)

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MHc-119
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis spätestens 14. Juni 1889 Im Besitz von Eduard Schneider
Mindestens 1889 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba

Notate

Notat-Differenzierung

Der KB V/5 unterscheidet eine 1. Fassung und 2. Fassung von D 26, die Schubert durch zwei Einlageblätter (Bll. 3a und 17a) und den erweiterten Schluss auf Bl. 24 ergänzte.

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

26. Juni 1812

Datierungskommentar

autographe Datierung

Beschreibung

Schriftduktus einer ersten Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen, Markierungen, Ausstreichungen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Aus Bl. 2 oben mittig wurde der Kopftitel in einem langen Streifen offenbar ausgeschnitten.

autographe Einträge

Auf Bl. 23v unten rechts datiert: „Vollendet den 26. Juny 1812“, zudem hinter dem Schlussstrich mittig: „Fine“.

Fremdeinträge

Auf Bl. 2r unten rechts ein mit brauner Tinte geschriebener, schwer leserlicher Vermerk: „[n]d Pomp“ (unbekannt-0187-d) sowie oberhalb davon die Reste von altem Siegellack. Auf Bl. 12r oben links mit schwarzer Tinte: „fis’“ (unbekannt-0187-e).

Fortlaufende, vielfach jedoch radierte Studierziffern (?) mit grobem Bleistift sowie von derselben Hand auf Bl. 23v nach dem Schlussstrich die Taktzahl „307“, ein angesetztes „vo“ und unten links: „Von Schubert 15 < 16 Sept“ (unbekannt-0187-f) – eine Angabe, die sich möglicherweise auf die 2. Fassung bezieht.

Kommentar

Von Schubert später wieder gestrichene Bleistiftmarken und einige weitere Eintragungen gehen vermutlich auf Antonio Salieri zurück.

Datierungsangaben

Datum Position Text
26. Juni 1812 Bl. 23v unten rechts

„Vollendet den 26. Juny 1812“

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierungskommentar

autographe Datierung (1. Fassung)

Beschreibung

Revision mit großflächigen Ausstreichungen, Korrekturen und Verweisen unter Hinzufügung von 2 Einlageblättern und 1 angehängten Einzelblatt für den erweiterten Schluss

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 24v verlängerte Schubert die Notenlinien aus Platzgründen in allen Systemen um einen Takt über das Rastral hinaus.

Auf Bl. 3a bezeichnete Schubert die neuen Abschnitte als „No 0“, „No 1“ und „No 4“. Bl. 17a zählte er als „No 3“, Bl. 24 als „No 6“.

Fremdeinträge

Auf Bl. 23v unten links: „Von Schubert 15 < 16 Sept“ (unbekannt-0187-f) – eine Angabe, die sich auf die 2. Fassung beziehen könnte.

Kommentar

Die Bll. 17v–20r sind längs mit Tinte durchgestrichen. Gelegentliche Marken „+“ bzw. Kreuze an einzelnen Systemen (vornehmlich der Bläser) stammen von Josef Doppler und entsprechen Seitenwechseln in den von ihm ausgeschriebenen Stimmen der 2. Fassung.

Literatur

  • Kube, Michael: Neue Schubert-Ausgabe. Serie V: Orchesterwerke. Band 5. Ouvertüren. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2024, S. 34–39, 50.
  • Kube, Michael: Neue Schubert-Ausgabe. Serie V: Orchesterwerke. Band 5. Ouvertüren. Kassel: Bärenreiter 2020, S. XVIII–XIX, 439–445.
  • Loy, Felix: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 11. Der Spiegelritter. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2024, S. 36.
  • Loy, Felix: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 11. Der Spiegelritter. Kassel: Bärenreiter 2023, S. XV.

Zitation

A-Wst, MHc-119 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0187_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0187], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

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2025-02-04T14:24:34.444Z HR

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