A-Wst, MH-7

Manuskript GM-0197
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

Sommer 1820 [!]

Datierungskommentar

Die erste Aufführung von Die Zauberharfe fand am 19. August 1820 im Theater an der Wien statt. Den Auftrag zur Komposition hatte Schubert im Sommer 1820 erhalten.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 644, 1. Akt, Nr. 1
  • D 644, 1. Akt, Nr. 2
  • D 644, 1. Akt, Nr. 3
  • D 644, 1. Akt, Nr. 4
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MH-7

Material

Umfang 72 Blätter
Beschreibung

3 Einzelblätter + 1 Doppelblatt (Lage 1), 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2), 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 3), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 4), 1 Doppelblatt (Lage 5), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 6), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 7), 1 Doppelblatt mit eingelegtem Einzelblatt (Lage 8), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 9), 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 10), 1 Doppelblatt (Lage 11), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 12), 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 13), 1 Doppelblatt (Lage 14)

Bindung

dunkelroter Einband mit goldgeprägtem Titel: „FRANZ SCHUBERT, | DIE ZAUBERHARFE | Melodram in drei Acten | 1. Act.“

Zustand

Bl. 1r ist leicht nachgedunkelt. Auf Bl. 68v findet sich oben links ein größerer Tintenfleck.

Lagenstruktur

1. Akt

2. Akt

3. Akt

Strukturelle Besonderheiten

Da die Bestandteile GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-aund GM-0199_BT-b unter einer Signatur verwahrt werden, zeigt die Lagengrafik alle zur Signatur gehörigen Manuskripte (1.–3. Akt).

Die Papiermaße im Manuskript des 1. Akts variieren: die Bll. 26–41 und 45–72 weisen mit 22,5 cm x 31,5 cm ein kleineres Format auf.

Die Bll. 6r, 15r–v, 25r–v, 44v, 57v–58v und 72r–v (1. Akt) sind leer.

Manipulationen (fremd)

Die drei Akte von Die Zauberharfe (GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-a, GM-0199_BT-b) wurden um 1873 im Auftrag von Nicolaus Dumba gebunden.

Wasserzeichen

Name Var-8.A – STF
Vorkommen Vor- und Nachsatz (Akt 1–3)
Name I-2.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 1–2, 11–14, 16–25, 43 (Akt 1)
Name I-2.Bh – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 3–5 (Akt 1)
Name II-8.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 6–9 (Akt 1), 1–2, 7–12, 21–22, 27–28, 49–51 (Akt 2), 3–6, 9–16, 35–38 (Akt 3)
Name II-7.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 10, 15, 42, 44 (Akt 1)
Name VIII-3.Aa – EGA
Vorkommen Bll. 26–35, 40–41, 57–58, 67–72 (Akt 1)
Name VIII-3.Ba – EGA
Vorkommen Bll. 36–39, 45–56, 59–66 (Akt 1)
Name II-6.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 3–6, 13–14, 19–20, 23–26, 43–48, 52–53 (Akt 2)
Name II-6.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 15–18, 37–38, 41–42 (Akt 2), 17–18, 23–24, 41–48 (Akt 3)
Name II-8.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 29–36, 39–40 (Akt 2), 19–22, 25–34, 39–40 (Akt 3)
Name II-3.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–2, 7–8 (Akt 3)

Papier

Blätter 1–5, 11–14, 16–25, 43
Format quer
Abmessungen 24 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25,2 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

grünlich-grau

Blätter 6–9, 10, 15, 42, 44
Format quer
Abmessungen 24 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,7 x 25,1 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

graubraun

Blätter 26–41, 45–72
Format quer
Abmessungen 24 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 24,8 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

fein

Papierzustand/-farbe

weißlich

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r rechts neben Schuberts Titel mit Bleistift: „Zauberharfe.“ (unbekannt-0197-a).

Im Manuskript finden sich Markierungen mit Bleistift und Rötel (unbekannt-0197-b) sowie diverse Zahlen mit Bleistift, brauner Tinte, Rötel, Blau- und Rotstift (unbekannt-0197-c), die wohl mit der Abschrift der Stimmen für die Erstaufführung zusammenhängen.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen durchgehend mit Bleistift von 1–72 foliiert (unbekannt-0197-d).

Kommentar

Der Duktus der Handschrift ändert sich in der Partitur nur unwesentlich, jedoch lassen verschiedene Tintenfarben (graubraun: Bll. 1–25, schwarzbraun: Bll. 26–72) mehrere Arbeitsetappen nachvollziehen. Schuberts Nummern und die diversen Änderungen in der Nummerierung sind in Hinblick auf die Entstehungsgeschichte eher verwirrend.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun), Hinweis(e) (Tinte schwarzbraun), Korrekturen (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun)
unbekannt-0197-a Titel (Bleistift)
unbekannt-0197-b Sonstige (Bleistift, Rötel)
unbekannt-0197-c Sonstige (Bleistift, Tinte braun, Rötel, Blaustift, Rotstift)
unbekannt-0197-d Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MH-7
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis spätestens 1873 Im Besitz von Eduard Schneider [?]
Mindestens 1873 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Es ist unsicher, ob die Manuskripte von D 644 (Akt 1–3) nach dem Tod Ferdinand Schuberts in den Besitz von Eduard Schneider gelangten, da sie in dessen Verzeichnissen nicht erfasst sind. Wann und von wem Nicolaus Dumba die Handschriften, die er um 1873 binden ließ, erworben hat, bleibt unklar.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „No. I. Chor der Troubadours.“ [„Harfentöne laßt erklingen“]

autographe Einträge

Bl. 5v wurde von Schubert mehrfach vollständig durchgestrichen. Auf Bl. 11v verlängerte er die Notenlinien in allen Systemen um einen Takt über das Rastral hinaus.

Fremdeinträge

Die Bll. 12r und 12v sind mit Rötel durchgestrichen (unbekannt-0197-b).

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 16r oben mittig: „N 2 No. 6. Chor der Troubadours und Ritter.“ [„Zum Saal, der goldne Becher blinkt“]

autographe Einträge

Schubert korrigierte die Zählung als Nummer 6 zu „2“. Auf Bl. 24r strich er im untersten System vier Takte aus und notierte die Korrektur darunter.

Auf Bl. 24v schrieb Schubert einen Nachtrag: „4 Clarini in Es auf dem Theater“. Er notierte oben links unter der Tempobezeichnung: „Das Intrada, welches hier u. jedesmahl, wo es im Buche | angezeigt ist, zu blasen ist, steht vor | dem Marsch.“ Zudem unten mittig, am Schluss der Nummer: „Fine“.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 26r oben links: „N 3“ und oben mittig: „Melodram im 1ten Akt.“ [„Der Funke fing, das Feuer glüht“]

autographe Einträge

Im Notentext notierte Schubert diverse Sprechtexte.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 59r oben links: „N 4“ und oben mittig: „Finale 1mo.“ [„Ida! gib ein Zeichen“]

autographe Einträge

Auf Bl. 63r strich Schubert in allen Systemen den ersten Takt großflächig aus. Auf Bl. 64v verlängerte er für eine Korrektur die Notenlinien in einem System über das Rastral hinaus.

Auf Bl. 71r notierte Schubert unten rechts hinter dem Schlussstrich: „Ende des | 1ten Acts.“ Auf Bl. 71v schrieb er einen Nachtrag zu Nr. 4 „Finale | Tromboni“.

Fremdeinträge

Bl. 63v sowie der erste Takt auf Bl. 64r wurden mit Bleistift durchgestrichen (unbekannt-0197-b).

Literatur

  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1983, S. 8–17.
  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kassel: Bärenreiter 1975, S. VIII–XII, 368–371.

Zitation

A-Wst, MH-7 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0197_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0197], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung