A-Wst, MH-7

Manuskript GM-0198
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den ersten von insgesamt zwei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0198.

Datierung

Sommer 1820 [!]

Datierungskommentar

Die erste Aufführung von Die Zauberharfe fand am 19. August 1820 im Theater an der Wien statt. Den Auftrag zur Komposition hatte Schubert im Sommer 1820 erhalten.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 644, 2. Akt, Nr. 5
  • D 644, 2. Akt, Nr. 6
  • D 644, 2. Akt, Nr. 7
  • D 644, 2. Akt, Nr. 8
  • D 644, 2. Akt, Nr. 9 (Finale: Chor der Genien)
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MH-7

Material

Umfang 53 Blätter
Beschreibung

4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1), 2 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 3), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 4), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 5), 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 6), 3 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 7), 1 Doppelblatt + 3 Einzelblätter (Lage 8)

Bindung

dunkelroter Einband mit goldgeprägtem Titel: „FRANZ SCHUBERT, | DIE ZAUBERHARFE | Melodram in drei Acten | 2. Act.“

Zustand

Bl. a/1r (2. Akt) ist leicht nachgedunkelt.

Lagenstruktur

1. Akt

2. Akt

3. Akt

Strukturelle Besonderheiten

Da die Bestandteile GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-aund GM-0199_BT-b unter einer Signatur verwahrt werden, zeigt die Lagengrafik alle zur Signatur gehörigen Manuskripte (1.–3. Akt).

Die Maße des Rastralspiegels 25–25,2 cm x 19,6–19,7 cm sind wegen des unpräzisen linken Rands im Manuskript des 2. Akts kaum genau zu messen.

Bl. a/53v ist leer.

Manipulationen (fremd)

Die drei Akte von Die Zauberharfe (GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-a, GM-0199_BT-b) wurden um 1873 im Auftrag von Nicolaus Dumba gebunden.

Wasserzeichen

Name Var-8.A – STF
Vorkommen Vor- und Nachsatz (Akt 1–3)
Name I-2.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 1–2, 11–14, 16–25, 43 (Akt 1)
Name I-2.Bh – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 3–5 (Akt 1)
Name II-8.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 6–9 (Akt 1), 1–2, 7–12, 21–22, 27–28, 49–51 (Akt 2), 3–6, 9–16, 35–38 (Akt 3)
Name II-7.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 10, 15, 42, 44 (Akt 1)
Name VIII-3.Aa – EGA
Vorkommen Bll. 26–35, 40–41, 57–58, 67–72 (Akt 1)
Name VIII-3.Ba – EGA
Vorkommen Bll. 36–39, 45–56, 59–66 (Akt 1)
Name II-6.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 3–6, 13–14, 19–20, 23–26, 43–48, 52–53 (Akt 2)
Name II-6.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 15–18, 37–38, 41–42 (Akt 2), 17–18, 23–24, 41–48 (Akt 3)
Name II-8.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 29–36, 39–40 (Akt 2), 19–22, 25–34, 39–40 (Akt 3)
Name II-3.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–2, 7–8 (Akt 3)

Papier

Blätter a/1–53
Format quer
Abmessungen 24 x 31 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

grau, graubraun

Eintragungen

Fremdeinträge

Im Manuskript finden sich Markierungen mit Bleistift und Rötel (unbekannt-0197-b, vgl. GM-0197_BT-a) sowie diverse Zahlen mit Bleistift, brauner Tinte, Rötel, Blau- und Rotstift (unbekannt-0197-c, vgl. GM-0197_BT-a), die wohl mit der Abschrift der Stimmen für die Erstaufführung zusammenhängen. Im direkten Vergleich mit dem 1. Akt enthält das Manuskript des 2. Akts deutlich weniger Einträge.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen durchgehend mit Bleistift von 1–53 foliiert (unbekannt-0198-a).

Kommentar

Der Duktus der Handschrift ändert sich in der Partitur nur unwesentlich, jedoch lassen verschiedene Tintenfarben mehrere Arbeitsetappen nachvollziehen. Schuberts Nummern und die diversen Änderungen in der Nummerierung sind in Hinblick auf die Entstehungsgeschichte eher verwirrend.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun, Tinte braun), Korrekturen (Tinte graubraun, Tinte schwarzbraun, Bleistift)
unbekannt-0197-b Sonstige (Bleistift, Rötel)
unbekannt-0197-c Sonstige (Bleistift, Tinte braun, Rötel, Blaustift, Rotstift)
unbekannt-0198-a Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0198-b Hinweis(e) (Tinte braun)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MH-7
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis spätestens 1873 Im Besitz von Eduard Schneider [?]
Mindestens 1873 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Es ist unsicher, ob die Manuskripte von D 644 (Akt 1–3) nach dem Tod Ferdinand Schuberts in den Besitz von Eduard Schneider gelangten, da sie in dessen Verzeichnissen nicht erfasst sind. Wann und von wem Nicolaus Dumba die Handschriften, die er um 1873 binden ließ, erworben hat, bleibt unklar.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/1r oben mittig: „2. Act No. 1. Chor der Troubadours u. Ritter“ [„Leben laßt den goldnen Wein“].

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/13r oben links: „N. 6“ sowie mittig: „Melodram im 2ten Act.“ [„Furie bebe!“]

autographe Einträge

Die Nummerierung „N. 6“ fügte Schubert später mit brauner Tinte hinzu.

Auf Bl. a/19r strich Schubert in allen Systemen den ersten Takt großflächig aus. Mit dunklerer Tinte notierte er offenbar nachträglich diverse Sprechtexte im Notentext.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/37r oben mittig: „Chor der Ritter. No. 2 6 7“ [„Die Zauberin laßt uns betrügen“]

autographe Einträge

Schubert hatte zunächst „Chor der Ritter. No. 2“ getitelt, korrigierte dann die Zählung zu „No. 6“ und schließlich zu „7“. Auf Bl. a/37r legte er zwei Flötenstimmen an, die er dann wieder durchstrich.

Fremdeinträge

Auf Bl. a/37r oben rechts mit brauner Tinte: „Atto 2“ (unbekannt-0198-b).

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/43r oben mittig: „Melodram nach No 2 im 2ten Akt.“ [„Da ziehn sie hin“] sowie darunter: „N. 7 8“.

autographe Einträge

Schubert ergänzte offenbar nachträglich mit brauner Tinte die Nummerierung „N. 7“, strich die Zahl dann mit Bleistift wieder aus und korrigierte zu „8“.

Der Notentext ist von diversen Sprechtexte unterbrochen.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / unvollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. a/49r oben links: „8 9“ sowie mittig: „Chor der Genien.“ [„Schlafe, Liebliche“]

autographe Einträge

Schubert ergänzte offenbar nachträglich mit brauner Tinte die Nummerierung „8“. Die Zahl ist mit Rötel durchgestrichen und wurde mit Bleistift zu „9“ korrigiert.

Auf Bl. a/49r strich Schubert den letzten Takt in der 1. Harfenstimme aus und schrieb die Korrektur direkt daneben, wobei er die Notenlinien über das Rastral hinaus verlängerte. Die 2. Harfenstimme strich er in der gesamten Nummer mit Bleistift aus. Größere Ausstreichungen finden sich zudem auf den Bll. a/50v und a/51r.

Auf Bl. a/53r notierte er unten rechts hinter dem Schlussstrich: „Ende des II. Acts“.

Kommentar

Beim „Chor der Genien“ handelt es sich um den Schlussteil des zweiten Finale ab T. 92. Für die T. 1–91 („Romanze des Palmerin“) siehe GM-0198_BT-b.

Literatur

  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1983, S. 8–17.
  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kassel: Bärenreiter 1975, S. VIII–XII, 371–374.

Zitation

A-Wst, MH-7 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0198_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0198], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung