A-Wst, MH-7

Manuskript GM-0199
Manuskript-Zugehörigkeit

Es handelt sich um den zweiten von insgesamt zwei Teilen des Gesamtmanuskripts GM-0199.

Datierung

Sommer 1820 [!]

Datierungskommentar

Die erste Aufführung von Die Zauberharfe fand am 19. August 1820 im Theater an der Wien statt. Den Auftrag zur Komposition hatte Schubert im Sommer 1820 erhalten.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 644, 3. Akt, Nr. 10
  • D 644, 3. Akt, Nr. 11
  • D 644, 3. Akt, Nr. 12
  • D 644, 3. Akt, Nr. 13
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MH-7

Material

Umfang 48 Blätter
Beschreibung

4+4+4+4+4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1–6)

Bindung

dunkelroter Einband mit goldgeprägtem Titel: „FRANZ SCHUBERT, | DIE ZAUBERHARFE | Melodram in drei Acten | 3. Act.“

Lagenstruktur

1. Akt

2. Akt

3. Akt

Strukturelle Besonderheiten

Da die Bestandteile GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-aund GM-0199_BT-b unter einer Signatur verwahrt werden, zeigt die Lagengrafik alle zur Signatur gehörigen Manuskripte (1.–3. Akt).

Die Maße des Papiers im Manuskript des 3. Akts variieren zwischen 30–31 cm x 24–24,5 cm, die Maße des Rastralspiegels zwischen 25–25,2 cm x 19,5–19,6 cm. Die Bll. b/48r–48v (3. Akt) sind leer.

Manipulationen (fremd)

Die drei Akte von Die Zauberharfe (GM-0197_BT-a, GM-0198_BT-a, GM-0199_BT-b) wurden um 1873 im Auftrag von Nicolaus Dumba gebunden.

Wasserzeichen

Name Var-8.A – STF
Vorkommen Vor- und Nachsatz (Akt 1–3)
Name I-2.Ac – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 1–2, 11–14, 16–25 (Akt 1)
Name I-2.Bh – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 3–5 (Akt 1)
Name II-8.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 6–9 (Akt 1), 1–2, 7–12, 21–22, 27–28, 49–51 (Akt 2), 3–6, 9–16, 35–38 (Akt 3)
Name II-7.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 10, 15, 42, 44 (Akt 1)
Name VIII-3.Aa – EGA
Vorkommen Bll. 26–35, 40–41, 57–58, 67–72 (Akt 1)
Name VIII-3.Ba – EGA
Vorkommen Bll. 36–39, 45–56, 59–66 (Akt 1)
Name I-2.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bl. 43 (Akt 1)
Name II-6.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 3–6, 13–14, 19–20, 23–26, 43–48, 52–53 (Akt 2)
Name II-6.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 15–18, 37–38, 41–42 (Akt 2), 17–18, 23–24, 41–48 (Akt 3)
Name II-8.Ba – Kiesling
Vorkommen Bll. 29–36, 39–40 (Akt 2), 19–22, 25–34, 39–40 (Akt 3)
Name II-3.Aa – Kiesling
Vorkommen Bll. 1–2, 7–8 (Akt 3)

Papier

Blätter b/1–48
Format quer
Abmessungen 24 x 30 cm
Rastralspiegel/TS 19,6 x 25 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

graubraun

Eintragungen

Fremdeinträge

Im Manuskript finden sich Markierungen mit Bleistift und Rötel (unbekannt-0197-b, vgl. GM-0197_BT-a) sowie diverse Zahlen mit Bleistift und Rötel (unbekannt-0197-c, vgl. GM-0197_BT-a), die wohl mit der Abschrift der Stimmen für die Erstaufführung zusammenhängen. Im direkten Vergleich mit dem 1. Akt enthält das Manuskript des 3. Akts deutlich weniger Einträge.

Auf Bl. b/1r oben links unleserliches Kürzel mit Bleistift (unbekannt-0199-g).

Lagenzählung/Paginierung autograph

Oben links Schubert Lagenzählung mit brauner Tinte von 1–6.

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen durchgehend mit Bleistift von 1–48 foliiert (unbekannt-0199-h).

Kommentar

Die Nummern 10–12 bilden im Autograph weitgehend eine Einheit.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun, Tinte graubraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun, Tinte graubraun), Titel (Tinte schwarzbraun, Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun), Lagenzählung (Tinte braun)
unbekannt-0197-b Sonstige (Bleistift, Rötel)
unbekannt-0197-c Sonstige (Bleistift, Rötel)
unbekannt-0199-g Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0199-h Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MH-7
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis spätestens 1873 Im Besitz von Eduard Schneider [?]
Mindestens 1873 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Es ist unsicher, ob die Manuskripte von D 644 (Akt 1–3) nach dem Tod Ferdinand Schuberts in den Besitz von Eduard Schneider gelangten, da sie in dessen Verzeichnissen nicht erfasst sind. Wann und von wem Nicolaus Dumba die Handschriften, die er um 1873 binden ließ, erworben hat, bleibt unklar.

Notate

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/1r oben links nachträglich mit brauner Tinte: „N: 10“ sowie oben mittig mit schwarzbrauner Tinte: „3. Akt.“ [Melodram „Geschlossen ist der Bund!“]

autographe Einträge

Im Notentext notierte Schubert diverse Sprechtexte.

Kommentar

Verschiedene Tintenfarben lassen mehrere Arbeitsetappen Schuberts nachvollziehen.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/10v oben mittig: „Melodram hinter den Coulissen.“ [Nr. 11 „Seht! Ida ist in meiner Burg“]

autographe Einträge

Der Notentext, der von diversen Sprechtexten unterbrochen ist, weist erhebliche Korrektur- und Überarbeitungsspuren auf. Auf Bl. b/11v verlängerte Schubert in der unteren Akkolade die Notenlinien um einen Takt über das Rastral hinaus.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/12r oben links: „Wohlan! Euer Verlangen | werde erfüllt!“ [Nr. 12 Melodram]

autographe Einträge

Der Notentext ist von diversen Sprechtexten unterbrochen.

Auf Bl. b/40v strich Schubert den letzten Takt in allen Systemen großflächig aus, Bl. b/41r ist vollständig durchgestrichen, Bl. b/41v zu großen Teilen.

Klassifikation Autograph / Reinschrift / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Sommer 1820 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer flüssigen Niederschrift mit zahlreichen Korrekturen und Rasuren

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. b/42v oben rechts nachträglich mit brauner Tinte: „N: 11“ [Nr. 13 Finale III „Durch der Töne Zaubermacht“]

autographe Einträge

Bl. b/42v ist zum größten Teil durchgestrichen, wobei diese Nummer an die vorangehende unmittelbar anschließt.

Auf Bl. b/47v unten rechts hinter dem Schlussstrich: „Ende des | Melodrams.“

Literatur

  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 1983, S. 8–17.
  • Dalmonte, Rossana: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 4. Die Zauberharfe. Kassel: Bärenreiter 1975, S. VIII–XII, 374–377.

Zitation

A-Wst, MH-7 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0199_BT-b als Teil von Gesamtmanuskript GM-0199], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung