A-Wst, MH-8

Manuskript GM-0205
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

Oktober 1820 bis spätestens April 1821 [!]

Datierungskommentar

Die Manuskriptdatierung ergibt sich aus der autographen Datierung vom Oktober 1820 und der angenommenen spätesten Beendigung des Kompositionsprozesses im April 1821.

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält die Notate
  • D 701, 1. Akt, Nr. 1
  • D 701, 1. Akt, Nr. 2
  • D 701, 1. Akt, Nr. 4
  • D 701, 1. Akt, Nr. 5
  • D 701, 1. Akt, Nr. 6
  • D 701, 1. Akt, Nr. 7 (Finale I)
  • D 701, 2. Akt, Nr. 8
  • D 701, 2. Akt, Nr. 9
  • D 701, 2. Akt, Nr. 10
  • D 701, 2. Akt, Nr. 11
  • D 701, 1. Akt, Nr. 3
Vorschau Digitalisat

A-Wst, MH-8

Material

Umfang 187 Blätter
Beschreibung

15 Lagen, unterteilt in 24 lose Faszikel: 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 1), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 2), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 3), 4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 4), 3 ineinandergelegte Doppelblätter + 1 Doppelblatt (Lage 5), 6+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 6), 4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 7), 4 ineinandergelegte Doppelblätter + 3 ineinandergelegte Doppelblätter mit inliegendem Einzelblatt [Stumpf eines Doppelblatts] (Lage 8), 4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 9), 4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 10), 4+4+4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 11), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 12), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 13), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 14), 4 ineinandergelegte Doppelblätter (Lage 15)

ursprüngliche Bindung

lose

Bindung

lose Faszikel in einem marmorierten Umschlag mit dem Titel: „Handschriften von Franz Schubert. | I. Dramatische Musik. Nro. 8. | Sakuntala. | Oper von Neumann. | Unvollendet.“ (unten links auf dem Titelschild: „Nottebohm V. 258“, unten mittig: „24 Statien mit 187 Bl.“, unten rechts: „comp. 1820“)

Zustand

Bl. 1r ist nachgedunkelt.

Lagenstruktur

Strukturelle Besonderheiten

Die Maße von Papiersorte 1 variieren zwischen 23,5–24,5 cm x 29,0–31,5 cm, die Maße von Papiersorte 2 variieren zwischen 23,0–24,0 cm x 29,5–30,0 cm.

Die Bll. 15r–16v, 111v, 131v, 155r–v und 162v–163v sind leer.

Manipulationen (fremd)

Faszikel 3 der ursprünglichen Lage 4 sowie die früheren Lagen 5–6 (heute: Lagen 13–16) wurden irrtümlich ans Ende der Handschrift gestellt, so dass im Digitalisat die Nr. 3 des 1. Aktes am Ende steht.

Wasserzeichen

Name I-2.A – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 1–2, 7–8, 17–40, 43–44, 47–48, 51–58, 61–76, 85–86, 91–94, 98–109, 114–115, 164–165, 170–171, 174–177
Name I-2.B – Welhartiz/Welhartiez/Welhartitz
Vorkommen Bll. 3–6, 9–16, 41–42, 45–46, 49–50, 59–60, 77–84, 87–90, 95–97, 110–113, 166–169, 172–173, 178–187
Name II-6.Ab – Kiesling
Vorkommen Bll. 116–139, 156–157, 162–163
Name II-6.B – Kiesling
Vorkommen Bll. 140–155, 158–161

Papier

Blätter 1–115, 164–187
Format quer
Abmessungen 24,5 x 31,5 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25,5 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

fest

Papierzustand/-farbe

weiß mit Braunton

Blätter 116–163
Format quer
Abmessungen 24 x 30 cm
Rastralspiegel/TS 19,5 x 25 cm
Anzahl Notenzeilen 16
Papierschnitt

oben

Papierqualität

mittelfest

Papierzustand/-farbe

graubraun

Eintragungen

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r notierte wohl Ferdinand Schubert mit Bleistift rechts neben Schuberts Kopftitel den Titel des Werkes in der Schreibweise: „Sakantola“.

Im Manuskript finden sich auffallend häufig Bleistifteinträge mit der Signatur der Wienbibliothek „MH 8“, teils begleitet von Foliierungszahlen wie auf Bl. 126v „fol. 134v.“ oder auf Bl. 127v „fol. 135v.“ Weiterhin deuten unterhalb des Notentextes platzierte Zahleneinträge mit Bleistift auf Taktzählungen hin (unbekannt-0205-a).

Lagenzählung/Paginierung autograph

Oben außen Schuberts Lagenzählung teils mit brauner Tinte von 1–6, wobei die verblasste Tinte später teilweise mit Bleistift nachgezogen wurde (unbekannt-0205-b).

Lagenzählung/Paginierung von fremder Hand

Oben außen durchgehend mit Bleistift von 1–187 foliiert (unbekannt-0205-c), darüber anfangs teils ausradierte weitere Zählung, im Folgenden dann auch bis zu drei Foliierungen mit Bleistift (unbekannt-0205-d).

Kommentar

Das Opernfragment umfasst Entwürfe zu elf Nummern. Es ist anzunehmen, dass Schubert die Komposition des 2. Aktes abgeschlossen hatte und die fehlenden Manuskriptteile verschollen sind. Schubert führte die Instrumentation zumeist nicht aus und notierte überwiegend nur Singstimmen und Text. Das Libretto von Johann Philipp Neumann geht auf das Drama Sakuntala des indischen Dichters Kalidasa aus dem 4. bis 5. Jahrhundert n. Chr. zurück.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun, Tinte braun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte schwarzbraun), Lagenzählung (Tinte braun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun, Tinte dunkelbraun)
Schubert, Ferdinand Titel (Bleistift)
Wienbibliothek im Rathaus Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0205-a Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0205-b Lagenzählung (Bleistift)
unbekannt-0205-c Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0205-d Blatt-/Seitenzählung (Bleistift)
unbekannt-0205-e Hinweis(e) (Bleistift)
unbekannt-0205-f Titel (Rotstift, Blaustift)
unbekannt-0205-g Sonstige (Bleistift)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Wienbibliothek im Rathaus (A-Wst), Wien
Signatur MH-8
Links Katalog, Digitalisat
Akquisition Frühestens 23. März 1900

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung
Frühestens 19. November 1828 bis 26. Februar 1859 Im Besitz von Ferdinand Schubert
Frühestens 26. Februar 1859 bis 21. Mai 1881 Im Besitz von Eduard Schneider
21. Mai 1881 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Kommentar

Wiederholte Titelvermerke (Bll. 1r und 156r) deuten darauf hin, daß die einzelnen Faszikel der Handschrift zunächst möglicherweise nicht zusammen überliefert worden waren und nachträglich identifiziert wurden.

Notate

Notat-Differenzierung

Das Opernfragment umfasst Entwürfe zu elf Nummern und bricht mit der Nr. 4 [Nr. 11] im 2. Akt ab. Das Digitalisat folgt in der Ordnung der durchgängigen Foliierung, so dass die Nr. 3 des 1. Aktes am Ende steht.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 1r oben mittig: „Introduction No. I.“ [„Das holde Licht des Tages“]

autographe Einträge

Auf Bl. 1r oben rechts datiert: „Oct. 1820“.

Fremdeinträge

Auf Bl. 9r oben mittig rechts mit Bleistift unleserlicher Hinweis zur Zuordnung der Lage (unbekannt-0205-e).

Kommentar

Das Notat bricht am Ende von Bl. 14v unvermittelt ab.

Datierungsangaben

Datum Position Text
Oktober 1820 Bl. 1r oben rechts

„Oct. 1820“

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 17r oben mittig: „Aria No. II.“ [„Du hoffest im Arme des Gatten“]

Fremdeinträge

Auf Bl. 17r oben rechts mit Bleistift: „1 Akt.“ (unbekannt-0205-e).

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen, einer größeren und mehreren weiteren Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 25r oben mittig: „Aria No. 3.“ [„Wie fühl ich, ihr Götter“]

autographe Einträge

Bl. 29v strich Schubert nahezu gänzlich aus.

Kommentar

Schubert zählte die Arie Nr. 4 als Nummer 3. Das Notat bricht in der Mitte von Bl. 36r ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 36v oben mittig: „Chor der Waldnymphen. No. 4.“ [„Wo du wandelst“]

Kommentar

Schubert zählte den Chor Nr. 5 als Nummer 4. Das Notat bricht kurz vor dem Ende von Bl. 40v ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 41r oben mittig: „Aria No. 5.“ [„Noch schläft die goldne Sonne“]

autographe Einträge

Auf Bl. 46r nahm Schubert eine größere Ausstreichung vor.

Kommentar

Schubert zählte die Arie Nr. 6 als Nummer 5. Das Notat bricht am Ende von Bl. 48v ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 49r oben mittig: „Finale Imo.“ [„Sieg deinen Fahnen, König“]

autographe Einträge

Auf Bl. 99v unten rechts unter den Schlusstakten: „Ende des 1ten Akts.“

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 100r oben mittig: „2. Akt. Terzetto. No. 1.“ [„Komm nur Dieb“]

Kommentar

Das Notat bricht kurz vor Ende von Bl. 115v ab. Die Leerseite trennt die beiden Teile des Terzetto Nr. 8a [„Komm nur Dieb“] und 8b [„So liebes Brüderchen“].

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820 bis spätestens April 1821 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 116r oben mittig: „Quartetto. No. 2.“ [„Rosenzeit der Freuden“]

autographe Einträge

Die Zählung als „No. 2.“ fügte Schubert nachträglich mit hellerer brauner Tinte hinzu.

Kommentar

Ab Bl. 117r wurden die Seiten über der ersten durchgängigen Foliierung (von 117–131) zusätzlich von 125–139 foliiert (unbekannt-0205-d). Das Notat bricht kurz vor Ende von Bl. 131r ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820 bis spätestens April 1821 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen und Ausstreichungen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 132r oben mittig: „Septetto. No. 3.“ [„Mit liebendem Verlangen“]

autographe Einträge

Den Kopftitel setzte Schubert zunächst mit einem „D“ an, das er dann durchstrich. Die Zählung als „No. 3.“ fügte er nachträglich mit hellerer brauner Tinte hinzu.

Kommentar

Über der ersten durchgängigen Foliierung (von 132–155) sind die Blätter zusätzlich von 164–187 foliiert (unbekannt-0205-d). Das Notat bricht in der Mitte von Bl. 154v unvermittelt ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820 bis spätestens April 1821 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 156r oben mittig: „Aria. 5.“ [„Trauet auf Götter trauet“]

Fremdeinträge

Auf Bl. 156r oben rechts mit Blaustift, der erste Buchstabe mit Rotstift: „Sakuntala“ (unbekannt-0205-f).

Kommentar

Über der ersten durchgängigen Foliierung (von 156–163) sind die Blätter zusätzlich von 41–48 foliiert (unbekannt-0205-d). Das Notat bricht kurz vor Ende von Bl. 162r ab.

Klassifikation Autograph / Skizze/Entwurf / Partitur / Kompositionsfragment
Inhalt / Werke
Datierung

Oktober 1820 bis spätestens April 1821 [!]

Beschreibung

Schriftduktus einer Reinschrift mit wenigen Korrekturen

Eintragungen

Titel/Kopftitel

Auf Bl. 164r oben mittig: „Quintetto.“ [„Hier liegen wir im Staub gebeuget“]

Fremdeinträge

Auf Bl. 164r wurden beide Foliierungszahlen („140“ und „164“) durchgestrichen und darunter mit Bleistift notiert: „Bl. 49“ (unbekannt-0205-g).

Kommentar

Über der ersten durchgängigen Foliierung (von 164–187) sind die Blätter zusätzlich von 140–163 foliiert (unbekannt-0205-d). Das Notat bricht auf Bl. 187v und damit zum Ende der Lage ab.

Literatur

  • Jahrmärker, Manuela und Martin, Christine: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 15. Sacontala. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2009, S. 7–24.
  • Jahrmärker, Manuela und Aigner, Thomas: Neue Schubert-Ausgabe. Serie II: Bühnenwerke. Band 15. Sacontala. Kassel: Bärenreiter 2008, S. IX–XVII, 369–378.

Zitation

A-Wst, MH-8 [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0205_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0205], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung