A-Wgm, [o. Sign.]

Manuskript GM-0216
Manuskript-Zugehörigkeit

Gesamtmanuskript und Bestandteil fallen bei dieser Handschrift zusammen.

Datierung

15.–17. April 1815

Datierungskommentar

zwei autographe Datierungen

Beteiligte Personen und Körperschaften
Enthält das Notat
  • D 184

Material

Umfang 12 Blätter
Beschreibung

4+2 ineinandergelegte Doppelblätter (2 Lagen)

Bindung

fadengeheftet und in einen modernen weinroten Ganzleineneinband mit geprägtem Zierrahmen eingebunden, mit goldgeprägtem Titel: „GRADUALE | Chor mit Bläserorchester und Orgel | von | Franz Schubert | MANUSCRIPT“ sowie Widmung von Cyrill Wolf unten rechts: „Dem Männergesang-Vereine als Geschenk gewidmet | von seinem Mitgliede | CYRILL WOLF.“

Papier

Blätter 1–12
Format quer
Abmessungen 23,5 x 32 cm
Rastralspiegel/TS 18,5 x 25 cm
Anzahl Notenzeilen 12
Papierschnitt

oben

Papierzustand/-farbe

bräunlich

Eintragungen

Titelblatt/Umschlag

Auf Bl. 1r mittig von Schubert: „Graduale. | 4 Voci | 2 Violin 2 Oboi | 2 Clarinetti 2 Clarini | Tympani | 3 Tromboni | Viole e Fagotti | Composta del Sig. Fz. Schubert mpia | 1815.“

Fremdeinträge

Auf Bl. 1r oben rechts von Ferdinand Schubert mit schwarzbrauner Tinte: „Hymne“, darunter von anderer Hand mit Tinte: „No 1.“ (unbekannt-0216-a).

Auf Bl. 1r unten links die Widmung des Schenkers Cyrill Wolf mit Tinte: „Vorliegendes Manuskript des grossen | Franz Schubert möge der Wiener Männergesangverein | zur Erinnerung an sein Mitglied Cyrill Wolf | freundlichst annehmen.“

Kommentar

Der liturgische Gesangstext folgt weitgehend dem Missale Romanum und ist nach römischer Vorschrift als Graduale der Messe am Fest der Heiligsten Dreieinigkeit zugewiesen. Schubert verstand das Offertorium D 181 (GM-0215_BT-a) und das Graduale D 184 wohl als liturgisches Paar.

Schreiber/-innen

Schubert, Franz Noten (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun), Titel (Tinte schwarzbraun), Datierung (und/oder Signatur) (Tinte schwarzbraun), Korrekturen (Tinte schwarzbraun)
Schubert, Ferdinand Titel (Tinte schwarzbraun), Gesangstext (Tinte schwarzbraun)
Wolf, Cyrill Zertifikat/Vidimation (Tinte)
unbekannt-0216-a Sonstige (Tinte)
unbekannt-0216-b Sonstige (Bleistift)
unbekannt-0216-c Hinweis(e) (Tinte)

Stempel

Haltende Institution / Besitzer/-in

Institution Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (A-Wgm), Wien
Signatur [o. Sign.]
Akquisition Spätestens 1917

Provenienz

Zeitraum  Beschreibung Ort
Frühestens ca. 1830 bis ca. 1852 Im Besitz von Anton Diabelli und Compagnie Wien
ca. 1852 bis ca. 1872 Im Besitz von Carl Anton Spina [Verlag] [?] Wien
Mindestens 1895 bis 23. März 1900 Im Besitz von Nicolaus Dumba
Frühestens 23. März 1900 bis mindestens 1901 Im Besitz der Wienbibliothek im Rathaus
Frühestens 1901 bis 21. Oktober 1914 Im Besitz von Cyrill Wolf Wien
Kommentar

Die älteste Erwähnung des Manuskripts findet sich in einem thematischen Katalog-Entwurf von Aloys Fuchs, der Anton Diabelli als Besitzer nennt. Durch Schenkung des bereits im Oktober 1914 verstorbenen Vereinsmitglieds Cyrill Wolf gelangte das Autograph spätestens 1917 an den Wiener Männergesangverein, wo es als Depositum im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien aufbewahrt wird.

Notate

Klassifikation Autograph / Vollständig ausgearbeitetes Kompositionsmanuskript / Partitur / vollständig
Inhalt / Werke
Datierung

15.–17. April 1815

Datierungskommentar

zwei autographe Datierungen

Beschreibung

Schriftduktus einer sorgfältigen, dennoch zahlreiche Korrekturen aufweisenden ersten Niederschrift

Eintragungen

autographe Einträge

Auf Bl. 1v oben rechts datiert: „den 15. Aprill 1815.“ Auf Bl. 11r unten rechts datiert: „den 17. Aprill 815.“

Fremdeinträge

Schuberts lateinischem Gradual-Text, der nur dem Sopran unterlegt ist, hat Ferdinand Schubert im Alto eine sangbare deutsche Übersetzung hinzugefügt: „Unermesslich bist du o Herr, der du durchblickest den Abgrund und sitzest über Cherubim. Unermesslich bist du o Herr, Firmament des Himmels, Herr, wir preisen dich in Ewigkeit!“

Taktzählung mit Bleistift auf Bl. 3r („13.“) und Bl. 11r („94“) sowie X-Markierungen auf den Bll. 6v und 7r (unbekannt-0216-b).

Auf Bl. 1v oberhalb der autographen Stimmenbezeichnung mit Tinte der Hinweis: „NB oboi oder clarinett“ (unbekannt-0216-c), der möglicherweise im Zusammenhang mit der Drucklegung 1843 bei Anton Diabelli steht.

Datierungsangaben

Datum Position Text
15. April 1815 Bl. 1v oben rechts

„den 15. Aprill 1815.“

17. April 1815 Bl. 11r unten rechts

„den 17. Aprill 815.“

Literatur

  • Faber, Rudolf: Neue Schubert-Ausgabe. Serie I: Kirchenmusik. Band 9. Kleinere kirchenmusikalische Werke II. Kritischer Bericht. Tübingen: Internationale Schubert-Gesellschaft e.V. 2016, S. 20–21.
  • Faber, Rudolf: Neue Schubert-Ausgabe. Serie I: Kirchenmusik. Band 9. Kleinere kirchenmusikalische Werke II. Kassel: Bärenreiter 2014, S. XI–XII, 222.

Zitation

A-Wgm, [o. Sign.] [Handschriftendatensatz, entspricht Bestandteil GM-0216_BT-a als Teil von Gesamtmanuskript GM-0216], in: Forschungsplattform Schubert-digital, letzte inhaltliche Änderung am 13. September 2024, abgerufen am [heutiges Datum].

Logbuch

Datum Benutzer:in Beschreibung
2025-02-04T14:24:34.444Z HR

in Bearbeitung